MPU nicht bestanden

MPU nicht bestanden – was sollten Sie jetzt tun?

Ein negatives MPU-Gutachten ist enttäuschend – kann Ihnen aber wichtige Hinweise darauf geben, was vor einer erneuten MPU noch geklärt oder verändert werden sollte. Bevor Sie einen neuen Termin vereinbaren, sollte deshalb genau geprüft werden, woran es gescheitert ist.

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Jetzt nicht vorschnell handeln

Diese drei Fragen sollten Sie nach einer nicht bestandenen MPU zuerst klären

Eine MPU kann aus ganz unterschiedlichen Gründen negativ ausfallen. Bevor Sie einen neuen Termin vereinbaren, sollten Sie verstehen, was im Gutachten noch nicht überzeugt hat.

01

Warum war das Gutachten negativ?

Im Gutachten steht, an welchen Stellen Ihre Erklärungen aus Sicht des Gutachters noch nicht ausgereicht haben. Genau diese Begründung sollten Sie zuerst verstehen.

02

Was war noch nicht überzeugend?

Vielleicht blieb unklar, wie es damals zu den Auffälligkeiten kam, was Sie daraus gelernt haben oder woran man Ihre Veränderung heute konkret erkennen kann.

03

Was muss vor dem nächsten MPU-Termin anders sein?

Erst wenn klar ist, was gefehlt hat, lässt sich gezielt entscheiden, was Sie noch klären oder verändern sollten – und wann eine neue MPU sinnvoll ist.

Nicht vorschnell entscheiden

Was tun mit einem negativen MPU-Gutachten?

Ob ein negatives Gutachten bei der Fahrerlaubnisbehörde eingereicht werden sollte, lässt sich nicht in jedem Fall mit Ja oder Nein beantworten. Entscheidend sind die Frist, der Inhalt des Gutachtens und die Fragestellungen Ihrer MPU.

Was passiert, wenn das Gutachten nicht abgegeben wird?

Ist eine Frist zur Vorlage gesetzt und wird das geforderte Gutachten nicht rechtzeitig eingereicht, kann die Fahrerlaubnisbehörde daraus auf fehlende Fahreignung schließen. Ein negatives Gutachten löst dieses Problem allerdings ebenfalls nicht, weil es die Fahreignung gerade auch nicht bestätigt.

Warum sollte ein negatives Gutachten trotzdem nicht vorschnell eingereicht werden?

Im Gutachten können neben dem negativen Ergebnis weitere Aussagen stehen, die bei einem späteren Verfahren oder einer erneuten MPU eine Rolle spielen können. Deshalb sollte zuerst genau geprüft werden, was darin steht und welche Folgen eine Weitergabe haben kann.

Was ist bei mehreren Fragestellungen?

Wurde die MPU beispielsweise wegen Drogen und Verkehrsverstößen angeordnet, können die einzelnen Fragestellungen unterschiedlich beurteilt worden sein. Dann sollte besonders sorgfältig geprüft werden, welche Bedeutung die positiven und negativen Teile des Gutachtens für das weitere Verfahren haben und welche Fragestellungen bei einer erneuten MPU wieder zu bearbeiten wären.

Ein negatives Gutachten deshalb weder automatisch abgeben noch automatisch zurückhalten – zuerst Inhalt, Fragestellungen und Folgen prüfen.

Wenn die MPU noch bevorsteht: Lassen Sie das Gutachten bei der Beauftragung zunächst nur an sich selbst senden. Dann können Sie nach Erhalt entscheiden, wie Sie damit weiter verfahren.

Eine häufige Frage

Soll ich gleich einen neuen MPU-Termin vereinbaren?

Nicht unbedingt. Bevor Sie einen neuen Termin vereinbaren, sollte klar sein, warum die erste MPU negativ ausgefallen ist und welche Punkte noch nicht überzeugt haben.

Wenn Sie zu schnell wieder zur MPU gehen, besteht die Gefahr, dass dieselben Fragen erneut offenbleiben. Sinnvoller ist es, zuerst das Gutachten genau anzuschauen und gezielt an den Punkten weiterzuarbeiten, die noch fehlen.

Nicht möglichst schnell zur nächsten MPU – sondern erst dann, wenn die offenen Punkte wirklich geklärt sind.

Ihr nächster Schritt

Klären Sie, was vor Ihrer nächsten MPU noch wichtig ist

Im Erstgespräch schauen wir gemeinsam auf Ihr negatives Gutachten und klären, welche Punkte noch offen sind und was Sie vor einem neuen MPU-Termin noch tun sollten.

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